Einrichtung von Earnie

Damit Earnie erfolgreich arbeiten kann, braucht es zwei Dinge:

  1. Konfiguration des Hauses (mit PV-Anlage, Speicher und Verbrauchern) – Reicht für eine Was-Wäre-Wenn Analyse bereits aus
  2. Anbindung an das Smarthome Backend zur aktiven Steuerung

Im folgenden werden beide Punkte kurz beschrieben

Konfiguration des Hauses

Um richtig agieren zu können, muss Earnie das Haus kennen. Folgendes muss eingegeben werden.

  • Lage des Hauses mit Ausrichtung und Neigung des Daches (wird als Default für PV-Flächen genommen. Bei mehreren PV-Flächen kann die Ausrichtung und Neigung natürlich angepasst werden.
  • Netznutzungsentgelt (ist nicht Anbieter- sondern ortsabhängig)
  • Jeder Verbraucher, der erfasst und ggf. gesteuert werden soll, wird als eigene Entität eingegeben. Wurde der Loxone-Import genutzt, sind die meisten Verbraucher bereits initial angelegt. Es gibt unterschiedliche Arten von Verbrauchern:
    • Allgemeine Verbraucher (z.B. Haushaltsgeräte). Diese können entweder smart gesteuert werden oder manuell – dann gibt Earnie Empfehlungen für günstige Startzeiten)
    • Haus-Wärme (bei Wärmepumpen). Mit der Angaber der thermischen Daten des Hauses (aus dem Energieausweis) und den Daten der Wärmepumpe wird eine temperaturabhängiges Prognosemodell erstellt, dass den vermutlichen Wärmebedarf ermittelt und die Wärmepumpe optimal steuert.
    • E-Autos / Wallbox – mit Kenndaten. Für jedes E-Auto wird im Smarthome-Backend ein Wecker eingerichtet, der Earnie mitteilt, wann das E-Auto voll (oder bis zum Ziel SOC) geladen werden soll. Earnie liest den Ist-SOC ein und steuert das Laden mit minimalen Kosten.
    • Pools – Dort werden auch thermische Daten hinterlegt ähnlich zu Haus-Wärme, um die Heizung und ggf Filter kostenoptimal zu steuern.
  • PV-Anlagen:
    • Genaue Ausrichtung, Peakleistung für jede Fläche separat
  • Energiespeicher.
    • Kapazität, Leistungslimits, einzuhaltende SOC-Grenzen

Sind alle Entitäten konfiguriert, muss in einem letzten Schritt das „Live-Scenario“ zusammengestellt werden. Ein Scenario besteht aus:

  • Einem Gebäude mit den Verbrauchern
  • einer oder mehreren PV-Anlagen
  • Einem Energiespeicher
  • Den genutzten Tarifen für Bezug und Einspeisung

Damit ist Earnie startklar und kann:

  • Für das Live-Szenario eine Vorab-Simulation über ein Jahr simulieren.
    • Sollen noch weitere Varianten simuliert werden, können auf gleiche Weise weitere Szenarios konfiguriert und in einer Was-Wäre-Wenn Analyse verglichen werden.
  • Das Gebäude online optimieren. Dazu braucht es aber noch die …

Anbindung an das Smarthome Backend Ihrer Wahl

Für Loxone als Backend ist die Anbindung weitgehend automatisiert und daher auch überaus einfach. Die beschriebene Reihenfolge bringt die maximale Automatisierung. Es sind aber auch andere Herangehensweisen möglich.
Auch für Home-Assistant steht eine leistungsfähige und komfortable Anbindung zur Verfügung

Anbindung an Loxone

  1. Einbinden der Earnie-Loxone-Template – Library in die eigene Loxone Config, um die erforderlichen Ein- und Ausgänge belegen zu können. (Bild der Libraries).
  2. Für jeden Verbraucher, der in Earnie erfasst werden soll, mit den korrekten Loxone Zählerbausteinen versehen. Wenn der Energiefluss-Monitor von Loxone benutzt wird, sollte das schon erledigt sein.
  3. Für Earnie einen eigenen Benutzer einrichten, der auf die genannten Blöcke zugreifen kann (Lesend und ggf. Schreibend)
  4. In Earnie die Erkennung des Smarthome-Backends aktivieren und die Benutzerdaten (für Earnie) eingeben
  5. Loxone-Import starten –> Earnie identifiziert automatisch alle Ein- und Ausgänge und legt für alle Zähler entsprechende Verbraucher bzw. Batteriespeicher etc. an.

Die Verbraucher sind alle angelegt. Teilweise müssen noch Parameter ergänzt werden – das geschieht bei der Konfiguration des Hauses.

Beim automatischen Import werden auch alle benötigten Signale „verdrahtet“.